15.08.2008

Skiexursion

Bei meinem letzten Schulausflug durfte ich endlich in die Berge Australiens nach Falls Creek zum Skifahren. Das Skigebiet befindet sich nur zwei Stunden Autofahrt von Albury entfernt und liegt auf 1800 Metern Höhe.
Obwohl es für die meisten 8. Klässler das erste mal auf Ski war, fand sich eine Hand voll Kinder, die zu einer fortgeschrittenen Gruppe zusammen getan werden konnten, welcher ich mich auch sofort anschloss. Dadurch konnten wir ungehindert den Berg herunter kurven, ohne ständig auf einzelne Rücksicht zu nehmen. Resümierend war dieser Wintersporttag ein weiteres, sehr schönes Erlebnis.

26.07.2008

Eastcoast

Wieder einmal eine gelungene Reise. Wieder einmal habe ich einen neuen Teil Australiens gesehen und wieder einmal hat mich die Schönheit dieses Landes absolut beeindruckt. Dennoch gab es einen entscheidenden Unterschied zu all den anderen Reisen: Ich durfte dieses Erlebnis mit Maren und Irina teilen.
Die ersten zwei Tage nach der Ankunft von Maren, Irina und Bianca in Melbourne, waren genug Zeit, um sich von den Reisestrapazen zu erholen. Das miserable Wetter diente als zusätzlicher Motivationsfaktor, am ersten Tag fast komplett durchzuschlafen. Trotzdem entschlossen wir uns am folgenden Tag zu einer Innenstadtbesichtigung, bei der uns Dominik, ein Freiweilliger aus Melbourne, durch diese herumführte. Auch nach bereits vielen Besuchen, beeindruckte mich diese Großstadt ein weiteres mal.
Wir verließen Melbourne am 03. Juli und flogen über Brisbane nach Cairns, ins tropische Queensland, wo wir unseren Campingbus erhielten, welchen wir für die Reise gemietet hatten. Die geplante Route war die gesamte Ostküste zwischen Cairns und Brisbane zu bereisen, welche sich über 2000 km erstreckt.Gleich nach der Übernahme des Autos machten wir uns auf den Weg in das 60 km nördlich gelegene Port Douglas, einer kleinen und ruhigen Stadt. Aufgrund der späten Ankunft verbrachten wir die Nacht auf einem Parkplatz unweit vom Strand, sodass wir am folgenden Tag, nach einer kurzen Fahrt, diesen erreichten. Hier sonnten und badeten wir uns, denn das Wetter war einfach sehr schön. Nachmittags statteten wir dem Zoo von Port Douglas einen Besuch ab, wo es nahezu alle bekannten australischen Tiere zu sehen gab, darunter die Bestie eines Krokodils, von sagenhaften 5 Metern Länge. Kängurus und Emus hüpften wild auf der Anlage herum und durften von den Besuchern gefüttert und gestreichelt werden. Abends kamen wir wieder in Cairns an und übernachteten auch dort. Am folgenden Tag steuerten wir das 2 Stunden Autofahrt entfernte Mission Beach an, um hier an einer Raftingtour teilzunehmen, die ich nach Empfehlung von Freunden, unbedingt miterleben wollte. Die Tour verlief auf dem atemberaubenden Fluss „Tully“, welcher sich durch den Regelwald schlängelte und war an Action und Spaß kaum zu übertreffen. Wir paddelten auf der reißenden Strömung, inmitten einer überwältigenden Landschaft, die aus totaler Wildnis bestand. Unser Führer berichtete von Völkern, welche hier von der Außenwelt komplett abgeschieden, noch heute leben. Trotz des Regens und der Kälte hatten alle an diesem Tag, ein unvergessliches Abenteuer erlebt. Überschattet wurde dieser tolle Tag, von einem Vorfall am abend, bei dem uns jemand die Ventile zweier Reifen beschädigte. Dadurch konnte ungehindert Luft entweichen, was uns zwang schnell zu handeln. Wir schafften es noch an eine Tankstelle, an der wir die Nacht verbrachten, um am folgenden Tag den Schaden zu beheben. Nach freundlicher Hilfe des Tankwarts, der die Ventile im Handumdrehen wieder funktionsfähig machte, konnten wir gegen 6 Uhr morgens Richtung Townsville aufbrechen. Unterwegs hielten wir am Paluma Nationalpark, indem sich der südlichste, tropische Regenwald Australiens befindet. Die paradiesischen Wasserlöcher boten sich als erfrischende Badestellen an, denn es war heiß und schwül. In Townsville angekommen, fanden wir einen Campingplatz zum Übernachten, auf dem wilde Kängurus frei herumsprangen, die sich nur von heranfahrenden Autos vertreiben ließen.
Per Fähre ging es am folgenden Tag auf Magnetic Island, einer sehr kleinen Insel, die sich nur unweit vom Festland befindet. Wir liefen den Strand entlang und ließen uns an einer kleinen Bucht nieder, welche vollkommen unberührt zu sein schien. Nach ausgiebigem Baden, machten wir uns auf den Weg zurück nach Townsville.
Die folgenden zwei Tage standen ganz im Zeichen der atemberaubenden Whitsunday Islands und der Segeltour um die Inselkette, die wir kurzfristig gebucht hatten. Neben den traumhaften Stränden, darunter auch dem Whithaeven beach, war das Schnorcheln auf dem Great Barrier Reef sehr beeindruckend. Denn unter der Oberfläche bot sich uns eine Unterwasserwelt, die absolut spektakulär war. Die vielen, bunten Fische schwammen so nah an uns heran, dass man glaubte, sie fast berühren zu können. Rückblickend würde ich dieses Erlebnis als eines der Besten der gesamten Reise einstufen, denn es war einfach einmalig und unvergesslich.
Der Tag darauf bestand fast ausschließlich aus Fahren, denn wir legten über 800 km zurück und damit ein Drittel der gesamten Strecke. Wir erreichten erschöpft Hervey Bay, von wo wir uns am folgenden Tag auf Fraser Island begeben wollten. Diese Insel stellt nicht nur die größte Sandinsel der Welt dar, sondern fasst gleichzeitig mehr Sand als die gesamte Sahara in Afrika. Die erste Überraschung gab es bereits bei der Abfahrt im Tourbus, als wir plötzlich zwei bekannte Gesichter wiedertrafen. Kathrin und Jan, welche wir einige Tage zuvor kennen gelernt hatten, waren ebenfalls nach Fraser Island unterwegs. Nach einer angenehmen Bootsfahrt, wurden wir auf der Insel von einem sehr freundlichen Reiseführer und seinem allradangetriebenen Bus empfangen.
Es folgten ein paar Worte bezüglich der folgenden zwei Tage, die frei nach dem Motto "Reif für die Insel" erfolgen sollten. Die erste Station war der idyllische Lake McKenzie, dessen kristallklares Süßwasser, zum Baden einlud. Diese Chance ließen wir uns nicht entgehen und planschten daher etwas im See herum, welcher von dichten Regenwald umgeben war. Mittags ging es schließlich an einen weiteren See, dem Lake Wabby, der nur über eine riesige Sanddüne zu erreichen war. Auch hier wurde wieder ausgiebig gebadet, denn die Sonne schien und es war warm. Bei Dämmerung gelangten wir an eine riesige Ferienanlage, wo wir später auch die Nacht verbrachten.
Der folgende Tag brachte ebenfalls viele tolle Sehenswürdigkeiten, darunter ein kleiner, schöner Flusslauf und viele große Sandsteinfelsen. Höhepunkte waren allerdings ein faszinierendes Schiffswrack aus Japan, welches sich direkt am Ufer befand und ein Aussichtspunkt, von dem man Haie, Wale, Delphine und Rochen erblicken konnte. Man kann kaum beschreiben, wie unglaublich spektakulär das Beobachten dieser Tiere ist. Abschließend verbrachten wir noch ein bisschen Zeit am Lake McKenzie, bevor es schließlich zurück ans Festland ging. Zwei Tage später waren wir in Brisbane, von wo ich aus meinen Flug zurück nach Sydney und hinterher nach Albury nehmen musste. Die Zeit in Brisbane verbrachten wir in der Stadt, die uns allen sehr gut gefallen hat. Ich landete am Dienstag morgen gegen 7.15 Uhr auf dem beschaulichen Flughafen von Albury und machte mich um 8 Uhr auf den Weg zur Schule.
Das Resümee dieser Reise fällt letzlich nicht weniger positiv aus, als das der anderen Touren. Auch die Ostküste bietet Attraktionen, welchen jeden Besucher ins Staunen versetzen und unvergessliche Erinnerungen bieten. Absoulute Höhepunkte der Reise waren das Schnorcheln am Great Barrier Reef und auch Fraser Island, welches trotz seiner Bekanntheit, vollkommen unberührt schien. Nicht einmal über Straßen verfügte diese Insel, denn der Verkehr fand fast ausschließlich am Strand statt.
Natürlich muss ich auch betonen, dass der Besuch aus Deutschland diese Reise noch viel schöner gemacht hat, als sie ohnehin schon war. Ich bin dankbar, meine Freundin nach all der langen Zeit, endlich wieder bei mir zu haben.

28.06.2008

Besuch aus Deutschland

Nach neun Monaten der Trennung, kommt mich morgen endlich meine Freundin besuchen. Gemeinsam werden Bianca, Maren und ich die Ostküste zwischen Cairns und Brisbane bereisen, wo sich das phänomenale und weltbekannte Great Barrier Reef befindet. Es ist das größte Korallenriff der Welt. Ende Juli kehre ich zurück nach Albury, um meine letzten 5 Dienstwochen abzuleisten, bevor ich Anfang September wieder auf Reise gehe.

Morgen beginnt mein Tag schon um 4 Uhr morgens, da ich mir das letzte Spiel der deutschen Mannschaft, gegen Spanien ansehe. Fast das gesamte Turnier habe ich mit ein paar Kollegen aus meinem Team verfolgen können, was jedes Mal ein riesiger Spaß war. Schon zu Beginn meines Aufenthaltes wurde mir bewusst, dass einige Aussies mindestens so fussballverrückt sind, wie ich...

24.06.2008

Trauer

Das vergangene Wochenende war geprägt von Trauer und Leid, da ich am Samstag einen sehr guten Freund verloren habe, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.
Unsere gesamte Schulzeit haben wir gemeinsam verbracht und sind die meisten Jahre davon neben einander gesessen. Was wir über 13 Jahre zusammen zustande gebracht haben, ist absolut beeindruckend und werde ich nie vergessen. Es bleibt für immer ein Bestandteil meiner Jugend.
Ich kann das alles noch nicht richtig begreifen. Ich wünsche ihm das aller Beste, egal wo er ist. Ich denke an ihn, er weiß das !!

Alles Gute Flo !!

07.06.2008

Gardening with Wayne

Während viele Tätigkeiten, die im Unterricht anfallen, eher langweilig sind, ist die Arbeit mit Wayne immer sehr anspruchsvoll und lehrreich. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er sich immer Mühe gibt, mir so viel wie möglich beizubringen. Bei der meist körperlichen Arbeit handelt es sich oft um handwerkliche Tätigkeiten, wobei auch sämtliche Gartenarbeiten in unseren Arbeitsbereich fallen.
Letzte Woche wurde ein großer Wassertank auf dem Schulgelände fertiggestellt, der das wenige Regenwasser sammeln soll. Unsere Aufgabe bestand darin, ein Rohr zu verlegen, um das, sich auf dem Schulhof anhäufende Wasser, zum Wassertank zu befördern. Nach zwei Tagen schweißtreibender Arbeit kann das Wasser nun ungehindert abfließen.